wisoak

Projekte der Wisoak

Immer am Puls der Zeit

Die wisoak ist ein langjährig erfahrener Träger und Kooperationspartner unterschiedlichster Projekte. Eine Auswahl jüngster noch laufender, aber auch bereits abgeschlossener Projekte findet sich in diesem Bereich.

(Modell-)Projekte bieten die Chance, neue und innovative Fort- und Weiterbildungen zu entwickeln und pilotartig durchzuführen, um somit qualitativ hochwertige und auf dem Arbeitsmarkt verwertbare Qualifizierungen für die Region anzubieten. Dies sichert die Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen Wirtschaft und ermöglicht den Fachkräften ein höheres Qualifizierungsniveau zu erzielen und ihren Arbeitsplatz zu sichern.



2018-2020 QualiPlus IV

„Quali PLUS IV“ – Pädagogische und soziale Unterstützungsleistungen für Umschulungen in Büro-, Sozial- und Pflegeberufen - Verlängerung des Projektes Quali PLUS

(Projektlaufzeit 01.03.2020 – 31.12.2021)

Im ESF-Projekt Quali PLUS IV werden Teilnehmende, wie im Vorgängerprojekt, in abschlussorientierten Qualifizierungen der wisoak aus den Bereichen Altenpflege, Sozialassistenz und Büroqualifizierung gezielt unterstützt, begleitet, gefördert und entwickelt. Die Reduktion und Vermeidung von Maßnahmeabbrüchen über die Stabilisierung und Stärkung der Teilnehmenden in ihren personalen-, sozialen- und Sprachkompetenzen sind zentrale Aspekte. Eine ergänzende Unterstützung (zusammen mit Partnern) im Bereich privater/persönlicher Probleme und Organisation erhöht die Teilnahme an den Qualifizierungsmaßnahmen und führt zu mehr positiven Prüfungsergebnissen.

Die Zielgruppe setzt sich aus Teilnehmenden von geförderten Qualifizierungsmaßnahmen zusammen, welche im Rahmen des SGB II und SGB III durchgeführt werden. Es sind Teilnehmende in den wisoak-Maßnahmen: Umschulungen zur Kauffraumann für Bürokommunikation, zurzum Kauffraumann für Büromanagement, Bürokauffraumann, Altenpflegerin, Altenpflegehelferin, Gesundheits- und Krankenpflegehelferin, Sozialassistentin. In diesen Umschulungsgruppen gibt es immer wieder Teilnehmende, welche einen besonderen/größeren Förder- und Unterstützungsbedarf haben. Diese Menschen befinden sich häufig in besonderen Problemlagen, die sie alleine nicht bewältigen können. Oftmals sehen die Teilnehmenden den Abbruch der Weiterbildung als einzige Lösung, da die Probleme in Privat/Familie/Sprache etc. und die Anforderungen der Weiterqualifizierung nicht unter einen Hut zu bekommen sind. Einem daraus resultierenden Unterstützungsbedarf, um den Maßnahmeabbruch zu verhindern, kann mit den Regelpersonalressourcen nur sehr eingeschränkt entsprochen werden.

Durch Quali PLUS IV besteht die Möglichkeit, Umschüler*innen des SGB II und III, eine Unterstützung anbieten zu können, die einen Verbleib in der Qualifizierung unterstützt und zu mehr erfolgreichen Abschlüssen führt.

Ziel: In Quali PLUS werden Teilnehmende der wisoak aus den Bereichen Altenpflege, Sozialassistenz und Büroqualifizierung gezielt unterstützt, begleitet, gefördert und entwickelt. Die Reduktion und Vermeidung von Maßnahmeabbrüchen, über die Stabilisierung und Stärkung der Teilnehmerinnen in ihren personalen-, sozialen- und Sprachkompetenzen sind zentrale Aspekte. Seit 01.03.2015 wird das Projekt Quali Plus angeboten, seitdem wurden und werden die unterstützenden Maßnahmen und Hilfen von den Teilnehmenden sehr gut angenommen und genutzt. Dieses Projekt schließt die bisher klaffende Lücke zwischen den fachlichen Anforderungen im Kontext der Aus- oder Weiterbildung und den persönlichen, individuellen Rahmenbedingungen und Kompetenzen bei den Teilnehmerinnen. Es konnten so bisher diverse Maßnahmeabbrüche verhindert werden, welche in der Vergangenheit nicht vermeidbar gewesen wären.

2019-2022 IQ-Projekt "ikö-diversity"

Das IQ Teilprojekt „ikö-diversity“ (Interkulturelle Öffnung und Diversity) unterstützt das Land Bremen, eine moderne, weltoffene Verwaltung zu entwickeln – mit diversitätsgerechten und diskriminierungssensiblen Dienstleistungsangeboten für alle, die hier leben. In diesem Projekt kooperiert die wisoak mit dem Senator für Finanzen und dem Aus- und Fortbildungszentrum (AFZ).

Im Rahmen des Projektes führt die wisoak Fortbildungen, Workshops und Qualifizierungen durch: • dreitägige Fortbildungen zu interkultureller Kompetenz und Diversity • berufsbegleitende, modulare Qualifizierungen zu Diversity-Management (Ausbildung zu Multiplikator*innen) • auf Nachfrage weitere Bildungsformate rund um die Themen interkulturelle Öffnung und Vielfalt Zielgruppe – der öffentliche Dienst in Bremen

Die Veranstaltungen zum Thema Interkulturelle Öffnung richten sich vor allem an Mitarbeitende aus der öffentlichen Verwaltung, wie Jobcenter oder Sozialamt, Bibliothek, Polizei, Finanzbehörde, dem BürgerServiceCenter oder dem Migrationsamt.

Kontakt: Dr. Asmus Nitschke, E-Mail: a.nitschke@wisoak.de
Siehe auch: IQ-Netzwerk-Bremen

2018-2021 Maridal

Maritimes Regionalnetzwerk für Integratives Digitales Arbeiten und Lernen (Maridal)

Das Ziel von Maridal ist es, ein regionales, branchenbezogenes maritimes Transfernetzwerk zum Thema „Digitalisierung und Kompetenzentwicklung“ aufzubauen. Maridal ist mit 9 Partnern aus den Bereichen Schifffahrt, Logistik, Hafen, Informationstechnik und Bildung gestartet. Sobald das Fundament der Netzwerkinitiative gelegt ist, sollen weitere Partner in das Netzwerk aufgenommen werden.

Im Zuge der Digitalisierung wandeln sich die Arbeits- und Geschäftsprozesse. In den drei Anwendungsbereichen maritime Lieferketten, digitaler Hafen und Smart Shipping stellen sich für Fach- und Führungskräfte neue Herausforderungen. Daher steht im Maridal Projekt die Verknüpfung von Lernen und Arbeiten in der maritimen Wirtschaft im Mittelpunkt.

Nach einer Anforderungsanalyse werden Konzepte und Anwendungen für das digitale Lernen entwickelt. Dazu gehören unter anderem mediengestützte Lehr- und Lernszenarien, die sich an den jeweiligen Arbeitsprozessen orientieren.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.maridal.de/

2018-2020 QualiPlus III

„Quali PLUS III“ – Pädagogische und soziale Unterstützungsleistungen für Umschulungen in Büro-, Sozial- und Pflegeberufen - Verlängerung des Projektes Quali PLUS

(Projektlaufzeit 01.03.2018 – 29.02.2020)

Im ESF-Projekt Quali PLUS III werden Teilnehmende, wie im Vorgängerprojekt, in abschlussorientierten Qualifizierungen der wisoak aus den Bereichen Altenpflege, Sozialassistenz, Steuerfachangestellte und Büroqualifizierung gezielt unterstützt, begleitet, gefördert und entwickelt. Die Reduktion und Vermeidung von Maßnahmeabbrüchen über die Stabilisierung und Stärkung der Teilnehmenden in ihren personalen-, sozialen- und Sprachkompetenzen sind zentrale Aspekte. Eine ergänzende Unterstützung (zusammen mit Partnern) im Bereich privater/persönlicher Probleme und Organisation erhöht die Teilnahme an den Qualifizierungsmaßnahmen und führt zu mehr positiven Prüfungsergebnissen.

Die Zielgruppe setzt sich aus Teilnehmenden von geförderten Qualifizierungsmaßnahmen zusammen, welche im Rahmen des SGB II und SGB III durchgeführt werden. Es sind Teilnehmende in den wisoak-Maßnahmen: Umschulungen zur Kauffrau/mann für Bürokommunikation, zur/zum Kauffrau/mann für Büromanagement, Bürokauffrau/mann, Steuerfachangestellte, Altenpfleger/in, Altenpflegehelfer/in, Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/in, Sozialassistent/in. In diesen Umschulungsgruppen gibt es immer wieder Teilnehmende, welche einen besonderen/größeren Förder- und Unterstützungsbedarf haben. Diese Menschen befinden sich häufig in besonderen Problemlagen, die sie alleine nicht bewältigen können. Oftmals sehen die Teilnehmenden den Abbruch der Weiterbildung als einzige Lösung, da die Probleme in Privat/Familie/Sprache etc. und die Anforderungen der Weiterqualifizierung nicht unter einen Hut zu bekommen sind. Einem daraus resultierenden Unterstützungsbedarf, um den Maßnahmeabbruch zu verhindern, kann mit den Regelpersonalressourcen nur sehr eingeschränkt entsprochen werden.

Durch Quali PLUS III besteht die Möglichkeit, Umschüler*innen des SGB II und III, eine Unterstützung anbieten zu können, die einen Verbleib in der Qualifizierung unterstützt und zu mehr erfolgreichen Abschlüssen führt.

Ziele und Ergebnisse: In Quali PLUS III wurden Teilnehmende der wisoak aus den Bereichen Altenpflege, Sozialassistenz und Büroqualifizierung gezielt unterstützt, begleitet, gefördert und entwickelt. Die Reduktion und Vermeidung von Maßnahmeabbrüchen über die Stabilisierung und Stärkung der Teilnehmenden in ihren personalen, sozialen und Sprachkompetenzen waren zentrale Aspekte. Die unterstützenden Maßnahmen und Hilfen wurden von den Teilnehmenden sehr gut angenommen und genutzt; das Projekt hat die bisher klaffende Lücke zwischen den fachlichen Anforderungen im Kontext der Aus-und Weiterbildung und den persönlichen Rahmenbedingungen und Kompetenzen bei den Teilnehmenden geschlossen.

Die ergänzende Unterstützung im Bereich privater/persönlicher und fachlicher Probleme erhöhte die Teilnahme an den Qualifizierungs-/Umschulungsmaßnahmen, es gab weniger Fehlzeiten, weniger Maßnahmeabbrüche und schlussendlich konnten mehr positive Prüfungsergebnisse bei den Teilnehmenden erreicht werden. Insgesamt sind 141 Teilnehmende in dem Quali Plus III Projekt betreut, unterstützt und gefördert worden.

2017-2019 Grundbildung

Projekt “Grundbildung für Mitarbeiter aus Pflege und Betreuung” (GaBi III)

Berufsbezogene Qualifikationen in den Modulen Deutsch, EDV und soziales Miteinander /Kommunikation erweitern

Das durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderte Projekt GaBi III richtet sich an Beschäftigte aus Pflege und Betreuung in stationären und ambulanten Einrichtungen sowie Mitarbeiter, die in Hauswirtschaft / Küche mit versorgungsbedürftigen, häufig alten Menschen arbeiten. Ungelernte, aber auch gut qualifizierte, langjährige Beschäftigte können im Berufsalltag an ihre Grenzen stoßen. Sie benötigen täglich eine gute mündliche und schriftliche Sprachkompetenz. Für Pflegende mit einem Migrationshintergrund stellen beispielsweise Wortschatz und Grammatik in der Pflegedokumentation oder beim Lesen von Fachliteratur eine Hürde dar. Das Dokumentieren am PC, Verwalten von Dateien und das fachbezogene Recherchieren im Internet bedeuten für viele Mitarbeiter oft eine ganz neue Herausforderung. Ebenso ist die enge Zusammenarbeit von Pflegenden in eigenen Teams und mit anderen Berufsgruppen, Ärzten, Patienten, Angehörigen, Betreuungskräften notwendig und nicht immer leicht umzusetzen. Das Projekt holt die Teilnehmer_innen genau dort ab, wo Probleme und Herausforderungen im Berufsalltag auftreten und verbessert die individuellen Fähigkeiten. Die Qualifizierung findet in den 3 Modulen statt, die einzeln oder komplett besucht werden können. Die Mitarbeiter werden von den Betrieben für die Schulungen freigestellt. Aufgrund der ESF-Förderung fallen keine Kursgebühren an.

Projekt “Grundbildung für Mitarbeiter aus Pflege und Betreuung” (GaBi II)

Im Rahmen des durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderten Projektes GaBi II werden an der WiSoAk im Kompetenzzentrum Gesundheit seit Herbst 2016 Schulungen durchgeführt. In den Modulen Deutsch, EDV und Kommunikation können berufsbezogene Qualifikationen erweitert werden. Die Dozent_innen freuen sich. Sie haben bisher über 80 Teilnehmer_innen in kleinen Gruppen individuell und erfolgreich gefördert.

2016-17 INAP

Projekt Integrierte Altenpflegeausbildungen (InAp)

Das Projekt bietet an- und ungelernten Beschäftigten in der Pflege (Pflegehilfskräften) die Möglichkeit, berufsbegleitend in Teilzeit, stufenartig, höhere und verwertbare Abschlüsse zu erwerben. Die erworbenen Abschlüsse werden jeweils auf das nächste Qualifikationsniveau angerechnet. Die einzelnen Abschlüsse werden den Teilnehmer/-innen jeweils mittels Zertifikat oder Zeugnis ausgewiesen. Die beantragte Projektlaufzeit/ Gesamtausbildungsdauer zur Pflegefachkraft beträgt 42 Monate.

Folgende Abschlüsse können die Teilnehmer/-innen während der berufsbegleitenden Teilzeitausbildungen erwerben: 1. Abschluss zur Betreuungskraft nach § 87b, SGB XI (innerhalb von 6 Monaten nach Ausbildungsbeginn) 2. Abschluss zur Schwesternhelfer/-in (innerhalb von 9 Monaten nach Ausbildungsbeginn) 3. Abschluss zur staatlich anerkannten Altenpflegehelfer/-in (APH) (nach 18 Monaten Ausbildung) 4. Abschluss zur staatlich anerkannten Altenpfleger/-in (AP) (nach 42 Monaten Ausbildung)

Struktur / Aufbau Im Rahmen des Projektes werden eine Altenpflegefachkraft- und eine Altenpflegehelfer/-innenausbildung parallel durchgeführt. Die beiden Ausbildungen AP und APH sollen am 01.12.2015 beginnen. Zu bestimmten Themen und Inhalten werden die beiden Ausbildungsgruppen gemeinsam unterrichtet / arbeiten gemeinsam an fachlichen Inhalten. Daraus entstehen auch gemeinsame Leistungskontrollen. Die gemeinsame Arbeit an Inhalten / Themen senkt die Hemmschwelle für die Altenpflegehilfeauszubildenden nach erfolgreichem Abschluss in die Fachkraftausbildung zu wechseln.

Die vorher genannten Abschlüsse 1 – 3 (Betreuungskraft, Schwesternhelfer/-in, staatlich anerkannte Altenpflegehelfer/-in) werden von allen Teilnehmer/-innen beider Kurse erworben. Dieses war in der Vergangenheit in der Pflegeausbildung nicht möglich. Die Fachkraftauszubildenden hatten bisher auch nicht die Möglichkeit, den staatlich anerkannten Altenpflegehelfer/-inabschluss im Verlauf ihrer Ausbildung zu erwerben.

Für viele Interessierte ist ein sofortiger Einstieg in die Fachkraftausbildung mit dem Ziel des höchstmöglichen pflegerischen Abschlusses nicht möglich. Dieses liegt häufig an den nicht ausreichenden Zugangsvoraussetzung (erweiterter Hauptschulabschluss). Diese Teilnehmer/-innen (TN) müssen dann den Weg über die Altenpflegehelfer/-innenausbildung nehmen um dann im Anschluss, verkürzt, die Fachkraftausbildung zu durchlaufen.

Projekt Integrierte Altenpflegeausbildungen (InAp) - Kurzbeschreibung Das Projekt bietet an- und ungelernten Beschäftigten in der Pflege (Pflegehilfskräften) die Möglichkeit, berufsbegleitend in Teilzeit, stufenartig, höhere und verwertbare Abschlüsse zu erwerben. Die erworbenen Abschlüsse werden jeweils auf das nächste Qualifikationsniveau angerechnet. Die einzelnen Abschlüsse werden den Teilnehmer/-innen jeweils mittels Zertifikat oder Zeugnis ausgewiesen. Die beantragte Projektlaufzeit/ Gesamtausbildungsdauer zur Pflegefachkraft beträgt 42 Monate.

Folgende Abschlüsse können die Teilnehmer/-innen während der berufsbegleitenden Teilzeitausbildungen erwerben: 1. Abschluss zur Betreuungskraft nach § 87b, SGB XI (innerhalb von 6 Monaten nach Ausbildungsbeginn) 2. Abschluss zur Schwesternhelfer/-in (innerhalb von 9 Monaten nach Ausbildungsbeginn) 3. Abschluss zur staatlich anerkannten Altenpflegehelfer/-in (APH) (nach 18 Monaten Ausbildung) 4. Abschluss zur staatlich anerkannten Altenpfleger/-in (AP) (nach 42 Monaten Ausbildung)

Unterrichtszeiten Altenpflegeausbildung Dauer 42 Monate (2400 Unterrichtsstunden, 2100 Stunden praktische Ausbildung) Die Unterrichtszeiten sind: wöchentlich Dienstags und Mittwochs 08.15 – 13.30 Uhr, 4 X 2 Wochen Blockunterricht pro Ausbildungsjahr (08.15 – 13.30/14.25 Uhr)

Altenpflegehelfer/-inausbildung Dauer 18 Monate (850 Unterrichtsstunden, 700 Stunden praktische Ausbildung) Die Unterrichtszeiten sind: wöchentlich Dienstags und Mittwochs 08.15 – 13.30 Uhr, 5 X 2 Wochen Blockunterricht (08.15 – 13.30 Uhr) in den 18 Monaten

Finanzierung Über das wegebau-Programm ist ein Lohnkostenzuschuss von 50 Prozent für 42 Monate möglich.

Ihre Vorteile Die Altenpflegeausbildung wird in eine generalistische Pflegeausbildung übergehen. Die ersten Ausbildungsgänge zur generalistischen Pflegekraft werden voraussichtlich 2017 beginnen. Dann gibt es keine Möglichkeit mehr eine Altenpflegeausbildung zu durchlaufen. Die Ausbildung wird sich dann komplett verändern. Ihre Pflegehilfskräfte haben durch dieses Projekt die Möglichkeit, den Altenpflege Fachkraftabschluss, berufsbegleitend, in Teilzeit, mit verwertbaren, anerkannten Zwischenabschlüssen zu erreichen.

Martina Leugner Schulleiterin der Altenpflegeschule der wisoak m.leugner@wisoak.de, Tel. 0421 – 44 99 617

2016 KoLeGe

Wie lässt sich die Digitalisierung in der ambulanten Pflege am besten gestalten? Verbundprojekt „KOLEGE“ untersucht die Einsatzchancen digitaler Tourenbegleiter

Die Diskussionen um die Digitalisierung der Arbeit – Stichwort Arbeit 4.0 – konzentrieren sich oft auf die Veränderungen in der Industrie. Allerdings verbreitet sich die Digitalisierung der Arbeit mittlerweile auch in Branchen, die traditionell eher wenig technikorientiert waren. Hierzu gehören die personenbezogenen sozialen Dienstleistungen, wie beispielsweise die Pflege.

Digitale Tourenbegleiter

Während die stationäre Pflege in Krankenhäusern bereits stark vernetzt und technikunterstützt arbeitet, fällt in der ambulanten Pflege derzeit der Startschuss in der umfassenden Verbreitung „digitaler Tourenbegleiter“. Das sind Tablets oder Smartphones, die Pflegekräfte mit spezieller Software ausgestattet auf den Pflegetouren mit sich führen. Diese stehen im mobilen Einsatz mit der Pflegezentrale in Verbindung und bieten etwa Möglichkeiten, den Tourenverlauf zu kontrollieren, laufend zu verändern sowie eingehende Daten sofort in die Leistungsabrechnung oder die Dokumentation zu übernehmen. Die Geräte und ihre Software sind oft stark auf die Unternehmensanforderungen zum Beispiel der Wirtschaftlichkeit ausgerichtet. Die Ansprüche der Pflegekräfte an gute Arbeitsqualität wird noch zu wenig berücksichtigt. Das kann zu Akzeptanzproblemen auf Seiten der Pflegekräfte führen, die sich in ihrer Arbeit kontrolliert und unter Zeitdruck gesetzt fühlen können. Oftmals wird die Technik auch als Störfaktor in der Beziehung mit den Pflegebedürftigen empfunden. Hinzu kommt, dass Geräte und Software nur dann von den Pflegekräften genutzt werden, wenn sie die notwendigen Kompetenzen hierfür besitzen. Dabei bietet der Einsatz digitaler Medien in der ambulanten Pflege vielfältige Möglichkeiten, den Arbeitsalltag für Pflegekräfte sowie die Leitung der Unternehmen zu erleichtern.

BMBF und ESF fördern das Projekt

An diesen Herausforderungen setzt das kürzlich am Institut Arbeit und Wirtschaft (iaw) gestartete Verbundprojekt KOLEGE („Interagieren, koordinieren und lernen – Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung in der ambulanten Pflege“) an. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Europäische Sozialfonds fördern das Verbundvorhaben mit fast 1,2 Mio. Euro. In einem dreijährigen Forschungs-, Entwicklungs- und Erprobungsprozess sollen die bislang noch nicht ausgeschöpften Potenziale der Digitalisierung in der ambulanten Pflege herausgefunden werden. Das Verbundprojekt entwickelt sowohl ein organisatorisches Gestaltungskonzept für die Digitalisierung der Arbeit als auch eine auf Praxistauglichkeit ausgerichtete Kommunikations-, Koordinations- und Lernsoftware. Das Ziel: Geräte und Software sollen beidem dienen, einer besseren Arbeitsqualität der Pflegekräfte und einer effizienten und effektiven Arbeitsorganisation.

Fünf Verbundpartner

Partner des iaw, welches das Projekt koordiniert und die arbeitswissenschaftliche Expertise einbringt, sind für die Praxisseite die Bremer Pflegedienst GmbH und die Johanniter Unfall-Hilfe e.V. Darüber hinaus beteiligt sind die Qualitus GmbH, die die Software entwickelt, und die Wirtschafts- und Sozialakademie der Arbeitnehmerkammer Bremen gGmbH, die Lehr- und Lernkonzepten erstellt.

Weitere Informationen:

Universität Bremen Institut Arbeit und Wirtschaft (iaw) der Universität und Arbeitnehmerkammer Bremen Dr. Peter Bleses Tel.: 0421-218 61748 E-Mail: pbleses@uni-bremen.de

2016 Quali PLUS II

„Quali PLUS II“ – Pädagogische und soziale Unterstützungsleistungen für Umschulungen in Büro-, Sozial- und Pflegeberufen - Verlängerung des Projektes Quali PLUS

(Projektlaufzeit 01.03.2016 – 28.02.2018)

Im ESF-Projekt Quali PLUS II werden Teilnehmende, wie im Vorgängerprojekt, in abschlussorientierten Qualifizierungen der wisoak aus den Bereichen Altenpflege, Sozialassistenz, Steuerfachangestellte und Büroqualifizierung gezielt unterstützt, begleitet, gefördert und entwickelt. Die Reduktion und Vermeidung von Maßnahmeabbrüchen über die Stabilisierung und Stärkung der Teilnehmenden in ihren personalen-, sozialen- und Sprachkompetenzen sind zentrale Aspekte. Eine ergänzende Unterstützung (zusammen mit Partnern) im Bereich privater/persönlicher Probleme und Organisation erhöht die Teilnahme an den Qualifizierungsmaßnahmen und führt zu mehr positiven Prüfungsergebnissen.

Die Zielgruppe setzt sich aus Teilnehmenden von geförderten Qualifizierungsmaßnahmen zusammen, welche im Rahmen des SGB II und SGB III durchgeführt werden. Es sind Teilnehmende in den wisoak-Maßnahmen: Umschulungen zur Kauffrau/mann für Bürokommunikation, zur/zum Kauffrau/mann für Büromanagement, Bürokauffrau/mann, Steuerfachangestellte, Altenpfleger/-in, Altenpflegehelfer/-in, Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/-in, Sozialassistent/-in. In diesen Umschulungsgruppen gibt es immer wieder Teilnehmende, welche einen besonderen/größeren Förder- und Unterstützungsbedarf haben. Diese Menschen befinden sich häufig in besonderen Problemlagen, die sie alleine nicht bewältigen können. Oftmals sehen die Teilnehmenden den Abbruch der Weiterbildung als einzige Lösung, da die Probleme in Privat/Familie/Sprache etc. und die Anforderungen der Weiterqualifizierung nicht unter einen Hut zu bekommen sind. Einem daraus resultierenden Unterstützungsbedarf, um den Maßnahmeabbruch zu verhindern, kann mit den Regelpersonalressourcen nur sehr eingeschränkt entsprochen werden.

Durch Quali PLUS II besteht die Möglichkeit, Umschüler/-innen des SGB II und III, eine Unterstützung anbieten zu können, die einen Verbleib in der Qualifizierung unterstützt und zu mehr erfolgreichen Abschlüssen führt.

2015 Quali PLUS

„Quali PLUS“ – Pädagogische und soziale Unterstützungsleistungen für Umschulungen in Büro-, Sozial- und Pflegeberufen

(Projektlaufzeit 01.03.2015 – 28.02.2016 (Projektverlängerung beantragt))

Im ESF-Projekt Quali PLUS werden Teilnehmende in abschlussorientierten Qualifizierungen der wisoak aus den Bereichen Altenpflege, Sozialassistenz, Steuerfachangestellte und Büroqualifizierung gezielt unterstützt, begleitet, gefördert und entwickelt. Die Reduktion und Vermeidung von Maßnahmeabbrüchen über die Stabilisierung und Stärkung der Teilnehmenden in ihren personalen-, sozialen- und Sprachkompetenzen sind zentrale Aspekte. Eine ergänzende Unterstützung (zusammen mit Partnern) im Bereich privater/persönlicher Probleme und Organisation erhöht die Teilnahme an den Qualifizierungsmaßnahmen und führt zu mehr positiven Prüfungsergebnissen.

Die Zielgruppe setzt sich aus Teilnehmenden von geförderten Qualifizierungsmaßnahmen zusammen, welche im Rahmen des SGB II und SGB III durchgeführt werden. Es sind Teilnehmende in den wisoak-Maßnahmen: Umschulungen zur Kauffrau/mann für Bürokommunikation, zur/zum Kauffrau/mann für Büromanagement, Bürokauffrau/mann, Steuerfachangestellte, Altenpfleger/-in, Altenpflegehelfer/-in, Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/-in, Sozialassistent/-in. In diesen Umschulungsgruppen gibt es immer wieder Teilnehmende, welche einen besonderen/größeren Förder- und Unterstützungsbedarf haben. Diese Menschen befinden sich häufig in besonderen Problemlagen, die sie alleine nicht bewältigen können. Oftmals sehen die Teilnehmenden den Abbruch der Weiterbildung als einzige Lösung, da die Probleme in Privat/Familie/Sprache etc. und die Anforderungen der Weiterqualifizierung nicht unter einen Hut zu bekommen sind. Einem daraus resultierenden Unterstützungsbedarf, um den Maßnahmeabbruch zu verhindern, kann mit den Regelpersonalressourcen nur sehr eingeschränkt entsprochen werden.

Durch Quali PLUS entsteht nun die Möglichkeit, Umschüler/-innen des SGB II und III, eine Unterstützung anbieten zu können, die einen Verbleib in der Qualifizierung unterstützt und zu mehr erfolgreichen Abschlüssen führt.

2015 Initiative "Gut beraten"

Regelmäßige Weiterbildung für Versicherungsvermittler

Mit der Initiative „gut beraten“ können Versicherungsvermittler seit 01.01.2014 ihre regelmäßige Weiterbildung gegenüber Kunden transparent dokumentieren.

Mit der Initiative möchte die deutsche Versicherungswirtschaft eine Möglichkeit schaffen, die Weiterbildungsaktivitäten hervorzuheben, durch die Versicherungsvermittler sich in Bezug auf ihre Fach- und Beratungskompetenz im Interesse ihrer Kunden professionalisieren. Die Weiterbildungsinitiative basierte bisher auf der freiwilligen Teilnahme. Sie orientiert sich an den eingeführten Weiterbildungssystemen der freien Berufe, in denen Bildungsaktivitäten durch das Sammeln von Weiterbildungspunkten gegenüber der Öffentlichkeit transparent gemacht werden.

Mit in Kraft treten der IDD (Insurance Distribution Directive (Versicherungsvertriebsrichtlinie)) im Februar 2018 wird die Empfehlung der Initiative „gut beraten“ nun zu Pflicht. Vermittler müssen künftig 15 Stunden Teilnahme an einer Weiterbildungsmaßnahme nachweisen. Die IDD ist somit seit dem 23.02.18 integraler Bestandteil von „gut beraten“ und dient somit dem Nachweis der gesetzlichen Weiterbildungsverpflichtung von 15 Stunden pro Kalenderjahr.

Weitere Details zur Initiative und dem Konzept erhalten Sie in der Broschüre von „gut beraten“, die wir Ihnen zum Download bereitstellen.

Ansprechpartnerin: Ramona Breitenbauch Telefon: 0421 4499 - 627 Mail: r.breitenbauch(at)wisoak.de

2013-14 Emare

„Emare“ – Entwicklung von modularisierten Arbeitnehmerkammer-Abschlüssen im Bereich Marketing und Vertrieb

(Projektlaufzeit 01.12.2013-30.11.2014)

Das Projekt bestand in dem Aufbau eines modularen Qualifizierungssystems in den Bereichen Marketing und Vertrieb mit jeweils drei neuen Abschlüssen mit Arbeitnehmerkammerzertifikat. Das Qualifizierungssystem ist vertikal und horizontal durchlässig und schafft darüber hinaus die Möglichkeit, Prüfungsleistungen in dem einen Bereich in dem anderen Bereich anerkennen zu lassen. Das Konzept greift das Postulat der Durchlässigkeit auf und schafft mit aufeinander aufbauenden Abschlüssen Qualifizierungsperspektiven für Fach- und Führungskräfte. Dabei werden insbesondere die arbeitsmarktlichen Zielgruppen Frauen, Behinderte und Migranten angesprochen.

Als Projektergebnis konnten Rahmenlehrpläne zu den folgenden Lehrgängen vorgelegt werden: Vertriebsassistent/in ANK, Vertriebsfachkraft/in ANK, Vertriebsmanager/in ANK, Marketingassistent/in ANK, Marketingfachkraft ANK, Marketingmanager/in ANK.

Zudem wurden Konzepte zu den Themen „Ältere in der beruflichen Weiterbildung“, „Beschäftigte Alleinerziehende in der beruflichen Weiterbildung“ und „Sprachliche Förderung von MigrantInnen in kaufmännischen Berufen“ entwickelt.

2013-14 wisoak Log

Fort- und Weiterbildung in der Logistik “wisoak-L”

Projektlaufzeit 01.12.2013-30.11.2014)

Die demografische Entwicklung wird in Deutschland zukünftig einen bedeutenden Einflussfaktor auf die Arbeitswelt darstellen. Diese Entwicklung erfordert ein Umdenken bei den Personalentwicklern in den Unternehmen, um das vorhandene und zukünftige Personal beschäftigungsfähig zu halten und das vorhandene Wissen langfristig an das eigene Unternehmen zu binden. In diesem Prozess müssen unterschiedliche Zielgruppen auf dem Arbeitsmarkt berücksichtigt werden. Sie bedürfen unterschiedlicher Konzepte. So gilt es auf der einen Seite Arbeitsbedingungen zu schaffen, die den unterschiedlichen Zielgruppen gerecht werden, auf der anderen Seite Ansätze für ein lebenslanges Lernen zu entwickeln, die allen Personen offen stehen.

Der Rückgang der Bevölkerung, die sich verlängernde Lebensarbeitszeit sowie der zunehmende Fachkräftemangel tragen dazu bei, dass sich Investitionen in die Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter im Unternehmen immer mehr rentieren, den Austausch von Wissen über die Generationen zu fördern sowie bislang unberücksichtigte Gruppen verstärkt in den Fokus der (Weiter)-Qualifizierung zu rücken.

Ziel des Projektes war die Entwicklung von neuen Strukturen mit zum Teil veränderten und neuen Inhalten sowie Abschlüssen durch die Schaffung eines durchlässigen modularen Qualifizierungssystems im Bereich Logistik.

Am Ende des Projektes entstand ein System, welches einen leichteren Einstieg in das Tätigkeitsfeld der Logistik ermöglicht. In diesem System werden auf unterschiedlichen Niveaustufen Qualifizierungen angeboten, die den aktuellen Markterfordernissen sowie dem Gedanken der horizontalen und vertikalen Durchlässigkeit Rechnung tragen. Damit wird den Zielgruppen sowie den Branchenbetrieben – insbesondere KMU – ein flexibles Baukastensystem zur berufsbiografischen Entwicklung und zur Förderung der Personalentwicklung zur Verfügung gestellt.

2011-14 QuaFiMa

„QuaFiMa“ – Qualifizierung von Frauen in betrieblichen Funktionen und Management

(Projektlaufzeit 16.05.2011-31.12.2014)

Das QuaFiMa-Projekt setzte sich zusammen aus den drei Niveaustufen „Fachkompetenzen“, „Anerkannte Abschlüsse“ sowie „Aufstiegskompetenzen“. Die Zielgruppe des Projektes waren beschäftigte Frauen. Flankiert wurden die Qualifizierungsangebote, die für die drei Niveaustufen entwickelt wurden, durch ergänzende Beratungs- und Coachingangebote seitens der Kooperationspartner/innen. Ferner rundeten Netzwerkveranstaltungen das Angebotsportfolio ab und boten den Frauen vielfältige Möglichkeiten, sich vorzubereiten auf den beruflichen Aufstieg oder eine berufliche Veränderung.

Auf der Ebene der „Fachkompetenzen“ konnten Frauen horizontal diverse Module durchlaufen und Abschlüsse erwerben sowie Basiskenntnisse vertiefen. Beschäftigte Quereinsteigerinnen aus Betrieben und Frauen, die im Projekt einzelne Qualifizierungsstufen erreicht hatten, konnten auf der Stufe „Anerkannte Abschlüsse“ abschlussbezogene Qualifizierungsmaßnahmen wie Arbeitnehmerkammer- oder IHK-Abschlüsse im kaufmännischen Bereich erwerben. Auf der obersten Stufe konnten interessierte Beschäftigte „Aufstiegs- bzw. Führungskompetenzen“ erwerben.

2011-13 GeHeim (Heimleiter)

“GeHeim” - Geprüfte/r verantwortlicher Einrichtungs- und Heimleiter/-in in unterstützenden Wohnformen

(Projektlaufzeit 01.01.2011 - 31.12.2013)

In diesem stadtübergreifenden Entwicklungsprojekt der Altenpflegeschule der wisoak wurde die Qualifizierung “Geprüfte/r verantwortliche/r Einrichtungs- und Heimleiter/-in in unterstützenden Wohnformen” entwickelt, durchgeführt und evaluiert. Mit der Qualifizierung wird den Veränderungen im gesellschaftlichen Bedarf an unterstützenden und beratungsintensiven sozialen Hilfeleistungen Rechnung getragen. Die berufliche Bildung ist gefordert, die Qualifizierung von Leitungskräften für unterstützende Wohn- und Versorgungsformen in Unternehmen der Sozialwirtschaft an die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen und Veränderungen anzupassen. Aufgrund der demografischen Entwicklung ist die Gesundheitswirtschaft ein stark expandierender Bereich, in dem es noch verstärkt in den nächsten Jahren zu einem hohen Personalbedarf, auch im Bereich der verantwortlichen Leitung von sozialen Einrichtungen kommt. Gleichzeitig führen die sozialpolitisch angestrebten Ausgabenbegrenzungen im Gesundheitswesen zu weiteren Anforderungen an Leitungskräfte. Im Antragszeitraum führte der Träger drei zeitlich versetzte berufsbegleitende Fortbildungsangebote in Bremen und Bremerhaven durch. Ein modulares System mit Pflicht- und Wahlkursen bietet die Möglichkeit des Quereinstiegs unter modellhafter Anrechnung früher erworbener, formaler Qualifikationen in einer Weiterbildung. Die Qualifizierung zur “Geprüfte/r verantwortliche/r Einrichtungs- und Heimleiter/-in für unterstützende Wohnformen” vereint innovative Lehr- und Lernkonzepte der Weiterbildung mit der wichtigen sozialpolitischen Aufgabe, veränderte Versorgungskonzepte für neue Ziel- und Anspruchsgruppen im Markt unterstützender Wohnformen und Heime zu etablieren. Inhaltlich setzt sich das Konzept mit den drei wichtigsten Zielen der zukünftigen Versorgung in unterstützenden Wohnformen auseinander, die jeweils als wählbarer Schwerpunkt das Thema der projektbezogenen Abschlussarbeit darstellen.

  1. der Verbesserung von Beratung und Anleitung in Unternehmen der Sozialwirtschaft
  2. einer Ausrichtung der Versorgung an den Grundsätzen der Dienstleistungs- und Serviceorientierung aus Kundensicht
  3. der Entwicklung von Konzepten zur Umsetzung von Gesundheitsförderung und Prävention auf betrieblicher Ebene und auf Versorgungsebene.

Die nachhaltige Weiterentwicklung der Versorgung hilfebedürftiger Personen steht dabei jeweils im Zentrum der Kompetenzentwicklung. Die Querschnittsziele des Diversity-Management und der gendergerechten Organisationsentwicklung mit dem Ziel, Frauen und Männer gleichermaßen über die Teilnahme an Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte in Aufstiegspositionen zu bringen, werden in der Qualifizierung der Leitungskräfte konsequent auf Managementebene verortet und praxisbezogen innerhalb der Projekte in den beteiligten Betrieben eingeführt.

Die Qualifizierung orientiert sich durch die konsequente Ausrichtung des Konzeptes an den zukünftigen Anforderungen personenbezogener Dienstleistungsprozesse am Ziel einer nachhaltigen Verbesserung des sozialen Dienstleistungsangebotes in Bremen und Bremerhaven. Ein zertifizierter Abschluss kann durch eine Prüfung vor der Arbeitnehmerkammer Bremen erreicht werden. Im Sinne der Nachhaltigkeit ist die Qualifizierung mit dem Titel “Weiterbildung zur Einrichtungsleitung/Heimleitung” in das Programm von wisoak G übernommen worden.

2011-13 QuaPa

“QuaPa” - Handlungskompetenzen in Qualität und Palliative Care

(Projektlaufzeit 01.01.2011 - 31.12.2013)

Im Bericht zur „Situation und Perspektiven der Pflege in Bremen und Bremerhaven 2009“ wurde die Zukunft in der Pflege insbesondere durch die Zunahme von Multimorbidität und chronischen Erkrankungen aufgezeigt. Der Bericht hob hervor, dass neue Konzepte von professioneller Pflege erarbeitet werden müssen, die den Bedürfnissen der zu Pflegenden entsprechen und die gleichzeitig einen hohen Qualitätsanspruch haben. Gefordert sind Konzepte im ambulanten und im stationären Bereich, die die Individualität von Pflegenden akzeptieren und damit zur Verbesserung der Lebensqualität von pflegebedürftigen alten Menschen beitragen. Unter diesen Voraussetzungen wurden im Rahmen eines ESF Projektes zwei Qualifizierungen erarbeitet, die die Handlungskompetenzen der Pflegekräfte erheblich erhöhen.

Qualitätsexperte/-in in Pflege und Betreuung Die erneute Novellierung des Pflegegesetzes des SGB XI zielt darauf ab, „dass qualitätssichernde Maßnahmen in den Einrichtungen, den Pflegebedürftigen trotz Hilfsbedarfs ein möglichst selbstständiges und selbstbestimmtes Leben ermöglichen, das der Würde des Menschen entspricht“ (vgl. §2 SGB XI). Damit fordert der Gesetzgeber im Pflege - Weiterentwicklungsgesetz auch die Einführung der nationalen Expertenstandards, die Durchführung eines internen Qualitätsmanagements und die Weiterentwicklung des externes Qualitätsmanagements (§ 113). Wie können die gesetzlichen Vorgaben in den Pflegeeinrichtungen umgesetzt werden? Wie kann der Qualitätsstandard verbessert werden? Welche Möglichkeit gibt es, Qualitätsmängel zu beheben? Wie müssen sich Pflegeeinrichtungen aufstellen, um für die Zukunft gewappnet zu sein? Das hierfür notwendige Wissen wollen wir in der Fortbildung des „Qualitätsexperten in Pflege und Betreuung“ vermitteln. Aufgabe einer/s QualitätsexpertIn in der Pflege und Betreuung ist die Einführung und Entwicklung eines QM-Systems. Die Planung, Überwachung und die Korrektur eines Qualitätsmanagement-Systems sind seine vorrangigen Aufgaben. Unsere Qualifizierung soll umfassendes Wissen über interne und externe Qualitätssicherungsmaßnahmen vermitteln. Dabei soll als Grundlage der Weiterbildung „der Qualitätsbegriff“ auf dem Hintergrund neuer Erkenntnisse der Pflegewissenschaft definiert werden. Der Qualitätsexperte muss beratend und anleitend tätig werden. Zudem muss er/sie in der Lage sein, nach innen und außen ein innovatives Qualitätsmanagement zu repräsentieren.

Palliative Care Eine besondere Form der Pflege im ambulanten Bereich ist die Palliative-Care, die im pflegerischen Handeln zukünftig immer mehr Bedeutung gewinnen wird. Ambulante Palliativpflege ermöglicht ein Sterben im häuslichen Umfeld. Damit wird der/dem Sterbenden und ihrer/seiner Familie die Möglichkeit gegeben, die letzte Lebensphase zu Hause in Sicherheit zu verbringen. Darüber hinaus nehmen wir Bezug auf die steigende Anzahl von demenziell erkrankten Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Hier werden sich die TeinehmerInnen mit den unterschiedlichen Zugängen von Kommunikation im Hinblick auf die demenziell erkrankten Menschen auseinandersetzen. Menschen, die schwer erkrankt Zuhause gepflegt und betreut werden und Zuhause sterben wollen, benötigen eine spezialisierte palliative Pflege eines ambulanten Pflegeträgers. Der ambulante Dienst muss, zugeschnitten auf die Bedürfnisse eines sterbenden Menschen, ganzheitlich palliativ pflegen können. Darüber hinaus muss der ambulante Dienst in der Lage sein, die Angehörigen angemessen zu betreuen und in dieser schwierigen existentiellen Situation zu begleiten. Die Angehörigen, die selbst pflegerisch tätig werden, erfahren so eine professionelle Anleitung in ihrem pflegerischen Handeln und gleichzeitig eine Begleitung, um die belastende Situation überstehen zu können. Die hierzu notwendigen fachlichen, sozialen und emotionalen Kompetenzen werden in diesem Lehrgang vermittelt. Die von uns konzipierten Lehrgänge tragen erheblich dazu bei, dass sich unsere TN zukunftsfähige Beschäftigungsmöglichkeiten erschließen. Sie verschaffen sich damit arbeitsmarktpolitische Vorteile und sichern so ihren Arbeitsplatz ab.

2011-14 IT-Log

Modulares, dreistufiges Qualifizierungssystem IT-LOGISTIK

(Projektlaufzeit 01.01.2011-31.12.2014)

Der demografische Wandel mit seiner Tendenz zur Verknappung von Arbeitskräften macht auch vor der Logistik nicht halt. Gerade in dieser dynamischen Branche sind gut und aktuell ausgebildete Fachkräfte unverzichtbar. In diesem Projekt entwickelte das Team der wisoak eine berufsbegleitende Qualifikation zum/zur IT-Logistiker/in, die Beschäftigte aus der Branche und aus Betrieben mit logistischen Arbeitsprozessen für neue Aufgaben qualifizieren sollte. In dieser Fortbildung, die durch den Europäischen Sozialfonds gefördert wurde, wurden drei Niveaustufen entwickelt.

Folgende Abschlüsse wurden entwickelt:

  • Stufe C - Fachkraft Logistikmanagement
  • Stufe B - Logistikmanager/in
  • Stufe A - Experte/in für IT-Logistiker/in

Da die Logistik heute ein interdisziplinäres Aufgabenspektrum hat, in dem nahezu ausschließlich mit Hilfe von IT agiert wird, sind besonders die Schnittstellen zwischen den einzelnen Aufgaben, die per EDV-Anwendung gelöst werden, von den Beschäftigten kompetent zu bedienen. Die Logistik wird zunehmend komplexer und schneller und kann nur noch durch geeignete IT-Lösungen gesteuert werden. Das erfordert bei den Handelnden auf allen Ebenen in der Logistik “Kompetenz in der IT” und für Partner aus der IT “Kompetenz in logistischen Arbeitsprozessen”.

Der Aufbau des Qualifizierungssystems

Stufe C: Fachkraft für Logistikmanagement Modul Einführung in die Logistik

  • Unit 1 Grundlagen moderner Logistik
  • Unit 2 Kommunikation und Konfliktmanagement mit Kunden
  • Unit 3 Steuerung logistischer Prozesse
  • Unit 4 Qualitätsmanagement in der Logistik
  • Unit 5 Technik und IT-Anwendungen in TUL

Stufe B: Logistikmanager/in Module Instrumente der Logistik und des SCM

  • Unit 1 Logistikmanagement
  • Unit 2 Operative Logistik
  • Unit 3 Technik in der Logistik
  • Unit 4 Logistikplanung
  • Unit 5 Logistikcontrolling

Stufe A: Experte/in für IT-gestützte Logistik (IT-Logistiker/in) Module Instrumente der IT gestützen Logistik

  • Unit 1 Intelligente Logistik
  • Unit 2 Logistisches Prozessmanagement
  • Unit 3 Logistik mit IT
  • Unit 4 SCM - Supply Chain Management
  • Unit 5 Warehouse Management

Das Projekt IT-Logistik Ein modulares Qualifizierungssystem an der Schnittstelle von IT und Logistik

Das Qualifizierungssystem schafft eine modular aufgebaute Qualifizierung für Beschäftigte in Bremen und Bremerhaven in allen Ebenen der Logistikbranche sowie anderen Bereichen, die mit Logistik befasst sind (z.B. innerbetriebliche Logistik).

Mit der Modularisierung folgt die wisoak - ähnlich wie die Universitäten im Bologna-Prozess - dem Prinzip, die Lernergebnisse in den Vordergrund zu stellen, sie vergleichbar zu machen und für eine horizontale sowie vertikale Durchlässigkeit in andere Bildungsformen und -institutionen zu sorgen.

Das ganze System ist horizontal und vertikal durchlässig. Durch eine begleitende fachliche Orientierung wird in der Beratung gewährleistet, dass die Teilnehmenden aus Bremen und Bremerhaven an dieser Qualifizierung jeweils nur die Module absolvieren, deren Kenntnisse sie benötigen oder auffrischen müssen, um sich in der nächsten Niveaustufe weiter qualifizieren zu können.

Zielgruppe: Die Fortbildung ist offen für Beschäftigte aller Ebenen sowie Quereinsteiger. Das modulare Konzept gibt Firmen die Möglichkeit, zielgerichtet ihre Beschäftigten zu qualifizieren, da alle Modulteile/Units auch einzeln belegt werden können. Beschäftigten aus Logistikbetrieben (Spedition, Verkehr, Reedereien, Lagerunternehmen, Stauereien) und aus Unternehmen mit Logistikabteilungen und logistiknahen Bereichen von Industrie,- Handels- und Dienstleistungsunternehmen können mit den verschiedenen Zertifikaten optimal auf neue Herausforderungen im Berufsfeld vorbereitet werden.

2009-13 ikö Bremen